Artikel zur Kategorie: Verein


Einladung zur Jahreshauptversammlung 2020

am 16.10.2020 in der ASV - Vereinshalle, Linkstr. 86 – 88, 65933 Frankfurt

 

Beginn: 19:00 Uhr                                                                                      Einlass: 18:30 Uhr

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44. Konferenz der Sportministerinnen und Sportminister der Länder

44. Konferenz der Sportministerinnen und Sportminister der Länder
(Umlaufbeschluss 3/2020 vom 28. April 2020)
Thema:
Wiederaufnahme von Sport – Stufenweiser Wiedereinstieg in den Trainings- und
Wettkampfbetrieb
Präambel

Die Verbreitung des Corona-Virus in Deutschland hat seit Mitte März dazu geführt, dass
Bund und Länder einschneidende Beschränkungen im Alltagsleben der Bürgerinnen und
Bürger verfügen und durchsetzen mussten. Ziele sind dabei, Menschen vor einer Infektion
mit dem Corona-Virus zu schützen und gleichzeitig Sorge dafür zu tragen, dass das
Gesundheitssystem in Folge einer sprunghaften Ausweitung der Infektionen nicht überlastet
wird.
Diesen Zielen bleibt die Sportministerkonferenz (SMK) bei ihren Vorschlägen weiterhin
verpflichtet.
In den meisten Ländern ist gemäß den gültigen Verordnungen zur Bekämpfung des
Corona Virus der Sportbetrieb nahezu vollständig untersagt. Die Bevölkerung insgesamt,
aber auch die Sportverbände, Sportvereine und Sporttreibenden haben dies bislang in
großer Solidarität mitgetragen.
Bereits jetzt unterstützen Bund, Länder und Kommunen den Sport und die Vereine mit
unterschiedlichsten Maßnahmen, damit auch sie die wirtschaftlichen Folgen bewältigen
können.
Der Sport leistet auch und gerade in angespannten Zeiten seinen Beitrag zum gesellschaftlichen
Zusammenhalt, zur Erhaltung von Gesundheit und Mobilität und damit zur
Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Er muss daher in für die Gesamtsituation
verantwortlicher Form schrittweise wieder ermöglicht werden.
Neben Bund, Ländern und Kommunen sind vor allem auch der DOSB und seine Mitgliedsorganisationen
aufgefordert, ihre Beiträge zu einer verantwortlichen Wiederaufnahme
des Trainings- und Wettkampbetriebes zu leisten. Im Rahmen der schrittweisen Wiederaufnahme
des Sportbetriebs ist es Aufgabe des organisierten Sports, insbesondere des
DOSBs, seiner Spitzenfachverbände und der Landessportbünde, mit sportartenbezogenen
Konzepten einen verantwortungsvollen Umgang für den Sportbetrieb zu ermöglichen
und die Ausübung des Sports im Rahmen der gesetzten Vorgaben sicherzustellen.
Unter der Voraussetzung der weiteren positiven Entwicklungen zur Eindämmung der Infektion
empfiehlt die SMK die folgenden Maßnahmen zur Umsetzung frühestens ab dem
04. Mai 2020.
Beschluss
Die SMK dankt den Sportorganisationen in Bund und Ländern, den Verantwortlichen in
Vereinen und Verbänden, den vielen Ehrenamtlichen und den Sportlerinnen und Sportlern
für ihren verantwortungsvollen Umgang mit den Auswirkungen des Corona-Virus und
die große Geduld für die damit verbundenen Belastungen.
Die SMK hält eine schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebs, insbesondere von
Sportvereinen, im Rahmen der schrittweisen Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen
und gesellschaftlichen Lebens für dringend erforderlich. Die SMK betont, dass
sie mit diesem Papier einen Rahmen aufzeigt, innerhalb dessen die Länder nach Maßgabe
der jeweiligen Erkenntnisse der 1. Lockerungsstufe konkrete Schritte beschließen
können. Dabei müssen die Ziele des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung unverändert
im Mittelpunkt stehen.
Die SMK hält daher eine schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebes wie folgt für
angemessen:
1. Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport
a. Der Sport- und Trainingsbetrieb kann nach Maßgabe der folgenden Regeln
im Breiten- und Freizeitsport in einem ersten Schritt wieder erlaubt werden,
wenn die Sportangebote
 an der „frischen Luft“ im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten
Freiluftsportanlagen stattfinden,

 sie einen ausreichend großen Personenabstand gewährleisten (1,5-2 Meter),
 kontaktfrei durchgeführt werden, insbesondere bei Kontakt- und Mannschaftssportarten
ohne Wettkampfsimulationen und -spiele,
 die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen
Nutzung von Sportgeräten, konsequent eingehalten werden,
 die Umkleidekabinen ebenso wie Gastronomiebereiche geschlossen bleiben,
 Bekleidungswechsel, Körperpflege und die Nutzung der Nassbereiche
durch die Sporttreibenden nicht in der Sportstätte stattfinden,
 eine Steuerung des Zutritts zu den Sportanlagen unter Vermeidung von
Warteschlangen erfolgt,
 die Nutzung von Gesellschafts- und sonstigen Gemeinschaftsräumen untersagt
wird,
 Risikogruppen keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt werden,
 keine Zuschauer zugelassen werden.
b. Vor dem Hintergrund der unter 1a. genannten Regeln wird eine Differenzierung
nach bestimmten Sportarten oder Altersgruppen von der SMK sportfachlich
nicht für sinnvoll erachtet.
c. Der DOSB setzt mit den von ihm weiter zu entwickelnden 10 Leitplanken einen
sportfachlichen Rahmen zur Umsetzung des SMK Beschlusses und die
Grundlage für die von den Fachverbänden zu erarbeitenden sportartspezifischen
Empfehlungen. Die Landessportbünde und Landesfachverbände sollen
die Sportvereine auf dieser Grundlage dahingehend unterstützen, wie ein
sportartspezifisches Training unter strenger Einhaltung des hier vorgegebenen
Rahmens umgesetzt werden kann.

2. Trainingsbetrieb im Leistungssport
Ausnahmeregelungen für das Training der Berufssportlerinnen und -sportler und
der Kaderathletinnen und -athleten der olympischen und paralympischen Sportarten
unter Einhaltung der hygienischen und medizinischen Vorgaben an Bundes-,
Landesstützpunkten oder den Olympiastützpunkten bestehen weitgehend
schon jetzt in den meisten Ländern und sollten ansonsten ermöglicht werden.
Hierbei bietet die „Prozessbeschreibung zur schrittweisen Aufnahme des Trainingsbetriebes
an potenziellen Trainingsstätten für Bundeskader“ des DOSB vom
07. April eine geeignete Grundlage zur konkreten Umsetzung.
Die SMK spricht sich dafür aus, in einem weiteren Schritt weitere Lockerungen im Sport
durchzuführen:
3. Wettkampfbetrieb
Zu einem späteren Zeitpunkt kann sukzessive ein Wettkampfbetrieb, der die o.g.
Rahmenbedingungen einhalten kann, ggf. ohne Zuschauerinnen und Zuschauer,
wiederaufgenommen werden.
Die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs ist daher grundsätzlich in den
Sportarten zuerst denkbar, bei denen die Einhaltung coronabedingt erlassener
Hygiene- und Abstandsregeln gesichert erfolgen kann. Das bedeutet, dass ein
Wettkampfbetrieb in Kontakt- und Mannschaftssportarten erst als letzter Schritt
wieder zulässig sein wird, da hier der o. g. Rahmen nicht eingehalten werden
kann.
4. Sonderfall „Berufssport“ und sog. Geisterspiele
a. Die Sonderstellung von Berufssportlerinnen und Berufssportlern erfordert –
auch rechtlich – eine gesonderte Beurteilung. Hier hält die SMK Sonderregelungen
für vertretbar, solange der Spiel- und Wettkampfbetrieb unter Ausschluss
von anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauern vertretbar durchgeführt
werden kann.
b. Die SMK dankt der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-
Bund (DFB) für das von der Task Force „Sportmedizin/ Sonderspielbetrieb
im Profifußball“ vorgelegte Konzept zur Durchführung von sog. „Geisterspielen".
c. Die Fußball-Bundesliga hat ein erkennbares Interesse an der Fortsetzung ihres
Spielbetriebes auch unter Ausschluss anwesender Zuschauerinnen und
Zuschauer im Stadion (sog. „Geisterspiele“). Die SMK hält die Fortsetzung
des Spielbetriebes und mithin die Begrenzung des ansonsten entstehenden
wirtschaftlichen Schadens in der 1. und 2. Fußballbundesliga für die dort
startberechtigten 36 Vereine auf deren Kosten ab Mitte/Ende Mai für vertretbar.
Soweit sich die Konzepte bewährt haben und eine entsprechende Wirtschaftlichkeit
für die betroffenen Vereine gegeben ist, kann dies mit einer zeitlichen
Verzögerung auf die Frauen-Bundesliga und den DFB Pokal ausgeweitet
werden.
- Die DFL hat im Sinne der Sportler und der ansonsten Beteiligten strengste
hygienische und medizinische Voraussetzungen zu schaffen, durchzusetzen
und gegenüber den Vereinen zu überprüfen (u.a. auch Testverfahren,
Quarantänemaßnahmen usw.). In diesem Zusammenhang begrüßt die
SMK die Steigerung der Testmaßnahmen der Bundes- und Landesregierungen
in allen notwendigen gesellschaftlichen Bereichen, so dass die
notwendigen Testverfahren im Rahmen der Durchführung von sog. „Geisterspielen“
nicht zu Lasten der Allgemeinheit gehen.
- Die SMK weist daraufhin, dass im Falle einer positiven Testung von Spielern
und Betreuern Quarantänemaßnahmen für das betroffene Team erforderlich
sind.
- Die TV-Produktion der einzelnen Spiele ist mit geringstmöglichem Personal
unter strengen hygienischen Auflagen durchzuführen.
- DFL und Vereine haben ihren Beitrag zu leisten, dass auch im Umfeld der
Stadien von „Geisterspielen“ keine Fangruppen aufziehen.
d. Die SMK hält eine Fortsetzung des Spielbetriebs anderer Sportarten in Form
von „Geisterspielen“ für möglich, sofern entsprechende Konzepte durch die jeweilige
Liga erarbeitet werden.

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Übergangsregeln für die Wiederaufnahme

Deutscher Ringer-Bund e.V.
Übergangsregeln für die Wiederaufnahme
des Trainingsprozesses der Sportart Ringen
Stand: 30.04.2020
Name des Verbandes: Deutscher Ringer-Bund e.V.

Einleitung:
Die Herausforderung für den Deutschen Ringer-Bund in Zeiten der Corona-Pandemie besteht darin, die
Kampfsportart Ringen und die Vereinsstrukturen nachhaltig für die Gesellschaft zu schützen und am Leben
zu erhalten.
Aus diesem Grund möchten wir mit diesem Papier lösungsorientierte Vorschläge zur Wiederaufnahme des
Sportbetriebs auf der vereinsbasierenden Ebene unterbreiten. Dabei steht der Schutz der Gesundheit aller
Mitglieder*innen im Vordergrund.
Die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs setzt also voraus, dass kein akuter Vorfall oder der Verdacht
einer Infektion an Covid 19 besteht! Bei einer Infektion oder einem Verdachtsmoment muss der
Trainingsbetrieb eingestellt werden und die Infektionskette der entsprechenden Mitglieder*innen rückverfolgt
werden.
Folgend soll in einem Vorschlag der mehrstufige Wiedereinstieg in den vereinsbasierenden Sportbetrieb in
6 Stufen abgebildet werden.
Der Ringkampfsport ist eine Zweikampfsportart und somit eine Kontaktsportart. Aufgrund dieser
Charakteristik widerspricht die Spezifik unserer Sportart den aktuellen Restriktionen und Auflagen durch
Politik und DOSB.
Gemessen an den zehn DOSB-Leitplanken sowie den durch die Politik vorgegebenen
Kontaktbeschränkungen ist ein Wiedereinstieg in den geregelten Vereinssport für die Sportart Ringen also
nur in mehreren Stufen abzubilden und abhängig von der sukzessiven Aufhebung der
Kontakteinschränkungen des öffentlichen Lebens sowie festzulegender Sonderbestimmungen durch die
politischen Entscheidungsträger*innen.
Um größtmöglichen Vereinsschaden sowie ein breites Vereinssterben in den Ländern durch den Rückgang
von Mitgliederzahlen, sowie fehlenden Einnahmen durch den Wegfall des Wettkampfbetriebs abzuwenden,
ist es notwendig, dass unsere Sportart keinen signifikanten Nachteil gegenüber anderen Sportarten erfährt.
Dabei gilt es, das gemeinschaftliche Sporttreiben der Mannschaften und Mitglieder zu erhalten.
Aufgrund der verbandstypischen Förderstruktur strebt der DRB neben dem Vorschlag zur Wiederaufnahme
des vereinsbasierenden Sportbetriebs, den schrittweise, kontrollierten Wiedereinstieg des
allgemeinathletischen- sowie ringkampfspezifischen Trainingsbetriebs an herausgehobenen Standorten (z.B.
BSP/OSP) für den DRB-Nachwuchs- und Spitzenkader in Vorbereitung auf die Olympischen
Qualifikationsturniere sowie Olympischen Spiele 2021 an.
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Deutscher Ringer-Bund e.V.
Der DRB schlägt folgende Übergangsregelungen für den Ringkampfsport auf der vereinsbasierenden Ebene
vor.
1. Kontaktloses abgestimmtes autonomes Training – outdoor (selbstständig)
2. Kontaktloses Training in Kleinsttrainingsgruppen – outdoor (unter Aufsicht)
3. Kontaktloses Training in Kleinsttrainingsgruppen – indoor (unter Aufsicht)
4. Ringkampfspezifisches Training in Kleinsttrainingsgruppen (unter Aufsicht)
5. Ringkampfspezifisches Training der Mannschaften (unter Aufsicht)
6. Wettkampfbetrieb


1. Kontaktloses abgestimmtes autonomes Training - outdoor (aktueller Stand)
Allgemeinathletische Trainingsformen, welche bis zur „Lockerung“ der Ausgangsbeschränkungen
eigenständig durchgeführt werden.
 Allgemeinathletisches Training im Freien welches in Abstimmung mit den Übungsleitern/Trainern im
Verein sowie den Trainingsangeboten der Landesfachverbände und des Spitzenverbandes
selbstständig durchgeführt wird.
o Laufen
o Radfahren
o Funktionsgymnastik
o Kräftigungs- und Dehnungsübungen
o Beweglichkeits- und Koordinationstraining
o Zudem können bereits vorhandene Online-Angebote für das Training genutzt werden
 Einhaltung der Abstandsregelungen von mindestens 2 Metern zu anderen Personen bzw.
Trainingspartnern (max. 2 Athleten)
 Körperkontakte sind zu vermeiden
 Hygieneregeln sind zu beachten
 Duschen und Umziehen erfolgt ausschließlich zu Hause


2. Kontaktloses Training in Kleinsttrainingsgruppen – outdoor (unter Aufsicht)


Nach einer Lockerung der Ausgangsbeschränkungen und unter Einhaltung aller allgemeingültigen
Abstandsregeln (siehe Kontaktloses abgestimmtes autonomes Training) könnte das Training im Freien in
Form von kleinen Trainingsgruppen organisiert werden. Dabei könnten Kleingruppen bis zu 10 Athleten +
Übungsleiter/Trainer gebildet werden.
Neben den Synergieeffekten im Trainingsprozess hat diese Maßnahme vor allem einen für den Verein
wichtigen teambildenden Charakter.
 Alle Sportler*innen einer Trainingsgruppe müssen ausgiebig über die Hygienevorschriften (siehe
zehn DOSB-Leitplanken) informiert werden und eine entsprechende Erklärung muss von den
Athleten unterzeichnet werden.
 Vor jedem Training müssen die Teilnehmer der Trainings (ggf. Erziehungsberechtigte) den
Gesundheitsrisiko-Fragebogen des DRB (in Anlehnung an den DOSB-Fragebogen) ausfüllen.
 Ansonsten gelten die gleichen Verhaltensregeln wir unter Punkt 1.

3. Kontaktloses Training in Kleinsttrainingsgruppen – indoor (unter Aufsicht)


 Allgemeinathletisches Training in der Halle welches unter Aufsicht eins Übungsleiters/Trainers aus
dem Verein, in Abstimmung mit den Trainingsangeboten der Landesfachverbände und des
Spitzenverbandes durchgeführt wird.
 Trainingsinhalte beschränken sich auf die kontaktlose Durchführung des Trainings in der Gruppe.
o Funktionsgymnastik
o Kräftigungs- und Dehnungsübungen
o Krafttraining
o Konditionstraining
o Beweglichkeits- und Koordinationstraining
o Semispezifisches Ringertraining ohne Kontakt - z.B. Puppenwerfen, Training am Gummiseil,
Schattenringen…etc.
o Zudem können bereits vorhandene Online-Angebote für das Training genutzt werden
 Die Teilnahme am Training muss immer freiwillig sein.
 Regelmäßiges Abfragen des Gesundheitszustandes vor jedem Training (ggf. vom Athleten bzw.
Erziehungsberechtigten zu unterschreiben).
 Einhaltung der Abstandsregelungen von mindestens 2 Metern zu anderen Personen bzw.
Trainingspartnern
 Körperkontakte sind zu vermeiden
 Hygieneregeln sind zu beachten
 Eine abgeschlossene Trainingshalle/Trainingsbereich.
 Verpflichtend ist ein Betreuer bzw. Trainer, welcher die Einhaltung der Vorschriften vor Ort
überwacht.
 Die Trainer tragen einen Mundschutz.
 In Einrichtungen, in denen kein abgeschlossener Sanitärbereich vorhanden ist, wird die Empfehlung
ausgesprochen zu Hause zu duschen.
 Eltern und sonstige Zuschauer haben keinen Zutritt zur Trainingsstätte.


4. Ringkampfspezifisches Training in Kleinsttrainingsgruppen (unter Aufsicht)


Eine eigenständige Ausübung der Sportart ist ohne Anleitung durch die Trainer in einer Zweikampfsportart
grundsätzlich nicht zu empfehlen.
Der „Direktkontakt“ der Trainingspartner in den Zweikampfsportarten ist eine wesentliche Voraussetzung für
das ringkampfspezifische Training.
Das ringkampfspezifische Training in Kleinsttrainingsgruppen unter Anleitung der Trainer sowie
Berücksichtigung der Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften in den Vereinen kann nur dann
erfolgen, wenn die Beschränkungsvorschriften durch die Bundesregierung gelockert werden.
Folgende Voraussetzungen sowie Schutz- und Vorsorgemaßnahmen erachten wir für den Vereinssport bei
der Wiederaufnahme des ringkampspezifischen Trainings als notwendig.
    -  Ringkampfspezifisches Training auf der Matte, welches unter Aufsicht eins Übungsleiters/Trainers
       aus den Vereinen, in Abstimmung mit den Trainingsangeboten der Landesfachverbände und des
       Spitzenverbandes durchgeführt wird.
       Die freiwillige Teilnahme der Athleten und Betreuer am Trainingsbetrieb.

    -  Vor jedem Training müssen die Teilnehmer der Trainings (ggf. Erziehungsberechtigte) den
       Gesundheitsrisiko-Fragebogen des DRB (in Anlehnung an den DOSB-Fragebogen) ausfüllen.

    -  Bildung von „Kleinsttrainingsgruppen“ mit ein bis zwei namentlich festgelegten Trainingspartnern,
       welche in den Vereinen schriftlich dokumentiert werden.
    - Trainingspartnerkonstellationen sollten nach Möglichkeit über mehrere
      Tage/Wochen beibehalten werden.
    -  Die Anzahl der Trainierenden pro Matte müssen reduziert und reglementiert werden. Wir empfehlen
      einen Platz von mindestens 6 m² pro Kampfpaar. Dadurch definiert sich die Anzahl an Kämpfern,
      welche zeitgleich in einer Trainingshalle trainieren dürfen.
    -  Die Anzahl der Trainingspartner pro Trainingsgruppe richten sich nach dem zu Verfügung stehenden
      Platzangebot. Die gültigen Abstandsregeln müssen eingehalten werden.
    -  Bei mehreren Athleten ist das Training nacheinander zu organisieren und durchzuführen
    -  Kleidung und Schuhe nur im Trainingsbereich.
   -  Trainingskleidung ist nach jedem Training zu wechseln und zu waschen.
   -  Regelmäßige Desinfektion der Halle, Mattenfläche und Sanitäranlagen vor und nach jedem Training.
   -  Eine abgeschlossene Trainingshalle/Trainingsbereich.
   -  Ein Kraft- und Übungsraum zur Vorbereitung oder Nachbereitung nach der sportartspezifischen
      Belastung.
   -  Verpflichtend ist ein Betreuer bzw. Trainer, welcher die Einhaltung der Vorschriften vor Ort
      überwacht.
   -  Die Trainer halten sich am Mattenrand auf und tragen einen Mundschutz.
   -  Für den/die einzelnen Athlet*innen und Betreuer könnten entsprechende Kontrollen (PCR-Tests)
      wöchentlich durchgeführt werden (vgl. geplante Kontrollen in der Fußball-Bundesliga - ohne
      erkennbare Symptome, sowie ein geplanter neuer Gesetzesentwurf für eine signifikante Erhöhung
      der Anzahl von PCR-Testungen bei Bürgern auf ca. 5 Mio. Tests/Woche). Die Kosten hierfür könnten
      von den Krankenkassen übernommen werden. Das Ergebnis steht nach wenigen Tagen je nach
      Abnahme zur Verfügung.
   -  Regelmäßiges Abfragen des Gesundheitszustandes vor jedem Training (ggf. vom Athleten bzw.
      Erziehungsberechtigten zu unterschreiben).
   -  Vor, während und nach dem Training muss jeder Kämpfer die Hygieneregeln beachten.
   -  In Einrichtungen, in denen kein abgeschlossener Sanitärbereich vorhanden ist, wird die Empfehlung
      ausgesprochen zu Hause zu duschen.
   -  Eltern und sonstige Zuschauer haben keinen Zutritt zur Trainingsstätte.
Unter diesen vorgeschlagenen Maßnahmen, könnte aus medizinischer Sicht, bei der Einhaltung aller
Hygienevorschriften die Möglichkeit des Trainingsbetriebs gewährleistet werden. Auch hier ist eine
Umsetzung von den „Lockerungen“ aus der Politik in Abhängigkeit zu sehen.


5. Ringkampfspezifisches Training der Mannschaften (unter Aufsicht)


Nach dem ringkampfspezifischen Training in Kleinsttrainingsgruppen, kann im nächsten Schritt die
Zusammenführung des Mannschaftstrainings und damit die Rückkehr in den normalen Trainingsprozess
angestrebt werden. Dabei sind ebenfalls die Lockerungen und gültigen Verhaltensregeln durch die Bundessowie
jeweiligen Landesregierungen zu beachten.
Wie unter Punkt 2 beschrieben hat neben den Synergieeffekten im Trainingsprozess, diese Maßnahme vor
allem einen für den Verein wichtigen teambildenden Charakter.

6. Wettkampfbetrieb


Im letzten Schritt kann der normale Wettkampfbetrieb wieder aufgenommen werden.
In der Sportart Ringen muss zwischen Einzelwettkampfmaßnahmen (z.B. Meisterschaften und Turniere) bzw.
Mannschaftskämpfen (Ligabetrieb) unterschieden werden. Für die Durchführung dieser Maßnahmen sind vor
allem die aktuellen Entwicklungen und Vorgaben der politischen Entscheidungsträger*innen zu
berücksichtigen und verbindlich.
  -  Der Trainings- und Wettkampfbetrieb erfolgt wieder unter normalen Bedingungen
  -   Für jeden Wettkampf erfolgt die Zulassung, wenn Kontakt- und Symptomevaluation vollständig
      negativ sind
  -   Einverständniserklärung der Athleten und Trainer bei freiwilliger Teilnahme am Wettkampfbetrieb.
  -   Regelmäßige Testungen von Athleten, welche in den Mannschaftskämpfen eingesetzt werden sollen
     (die Kosten hierfür könnten von den Krankenkassen übernommen werden)
  -   Fiebermessung vor dem Abwiegen.
  -   Regelmäßige Desinfektion nach jedem Kampf
  -   Beschränkte Zuschauerzahlen je nach Hallengröße unter Einhaltung der Abstands- und
      Hygieneregelungen.
  -   Ordnungsdienste, welche auf die Einhaltung der Regelungen achten
  -   Der Veranstalter muss ein vollumfängliches Konzept zur Sicherstellung aller hygienischer und
      medizinischer Voraussetzungen erstellen und umsetzten


Schlusswort:


Der Deutsche Ringer-Bund strebt eine schnellstmögliche Wiederaufnahme des Trainings- und
Wettkampfbetriebes an. Dafür sind die Lockerungen der Abstandsregeln eine wesentliche Voraussetzung.
Wie schon hinreichend aufgeführt ist der Körperkontakt für die Zweikampfsportarten im
ringkampfspezifischen Training sowie im Wettkampf unerlässlich. Dieser Körperkontakt bezieht sich
allerdings nicht nur auf die Zweikampfsportarten. Beinahe in allen Mannschafts- und Spielsportarten (z.B.
Fußball, Handball) ist gerade in Zweikampfsituationen der Kontakt unvermeidlich. Dennoch gibt es bei den
politischen Entscheidungsträgern*innen Bemühungen, den Spiel- und Wettkampfbetrieb unter gewissen
Voraussetzungen wieder aufzunehmen.
Hier bitten wir die politischen Entscheidungsträger*innen zu prüfen, ob unter bestimmten Voraussetzungen
die Aufnahme des Wettkampfbetriebes in den Zweikampfsportarten angemessen berücksichtigt werden
kann. Nicht zuletzt auch deshalb, um den vereinsbasierten Sport unserer Vereine (Mannschaftsringen) und
deren Vereinsleben in den Ländern nicht sterben zu lassen.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Pressemitteilung der amtierenden SMK-Vorsitzenden der
Freien Hansestadt Bremens, Sportsenatorin Anya Stahmann, die ganz speziell im 4. Absatz ihrer PM vom
20.04.2020 darauf eingeht: „Die Zulassung des Wettkampfbetriebs in Kontakt -und Mannschaftssportarten
könne erst in einem späteren Schritt wieder zulässig werden“.
Dies lässt uns Zweikampfsportarten zumindest hoffen, den Wettkampfbetrieb zu einem späteren Zeitpunkt
im Jahresverlauf unter entsprechenden Voraussetzungen wieder aufzunehmen.

Dem DRB ist bewusst, dass wir aufgrund unserer Kontaktsportart vor einer besonderen Herausforderung
stehen. Dennoch sind wir der Auffassung, dass unter der strikten Einhaltung gesundheitsrelevanter Aspekte
sowie der konsequenten Umsetzung der vorgeschlagenen Übergangsregeln eine baldige Ausübung des
Ringkampfsports im Jahresverlauf wieder ermöglicht werden kann.
Wir bitten deshalb im Interesse unserer gesamten Sportart die vorgeschlagenen Lösungsansätze durch die
politischen Entscheidungsträger sehr sorgfältig zu prüfen.
An der Ausarbeitung dieser Übergangsregeln haben der Sportdirektor, die Bundestrainer, der
Vorstand und der Vorsitzende der Medizinischen Kommission des Deutschen Ringer-Bundes

mitgewirkt.

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Die zehn Leitplanken des DOSB

Die zehn Leitplanken des DOSB                                                                                 
Distanzregeln einhalten
Ein Abstand von mindestens 2 Metern zwischen den anwesenden Personen trägt dazu bei,
die Übertragungswahrscheinlichkeit von Viren deutlich zu reduzieren. Auf Grund der Bewegung
beim Sport ist der Abstand großzügig zu bemessen. Die Steuerung des Zutritts zu
den Sportanlagen sollte unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgen.
Körperkontakte müssen unterbleiben
Sport und Bewegung sollten kontaktfrei durchgeführt werden. Auf Händeschütteln, Abklatschen,
in den Arm nehmen und Jubeln oder Trauern in der Gruppe wird komplett verzichtet.
Die Austragung von Zweikämpfen, z. B. in Spielsportarten, sollte unterbleiben. In Zweikampfsportarten
kann nur Individualtraining stattfinden.
Mit Freiluftaktivitäten starten
Sport und Bewegung an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen und
privaten Freiluftsportanlagen erleichtern das Einhalten von Distanzregeln und reduzieren
das Infektionsrisiko durch den permanenten Luftaustausch. Spiel- und Trainingsformen
sollten, zunächst auch von traditionellen Hallensportarten, im Freien durchgeführt werden.
Hygieneregeln einhalten
Häufigeres Händewaschen, die regelmäßige Desinfektion von stark genutzten Bereichen
und Flächen sowie der Einsatz von Handschuhen kann das Infektionsrisiko reduzieren. Dabei
sollten die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen bei gemeinsam genutzten Sportgeräten
besonders konsequent eingehalten werden. In einigen Sportarten kann der Einsatz
von Mund-Nasen-Schutzmasken sinnvoll sein.
Vereinsheime und Umkleiden bleiben geschlossen
Die Nutzung von Umkleiden und Duschen in Sporthallen und Sportvereinen wird vorerst
ausgesetzt. Die Gastronomiebereiche bleiben geschlossen, ebenso wie die Gesellschafts und
Gemeinschaftsräume.
Fahrgemeinschaften vorübergehend aussetzen
In der Übergangsphase sollte auf die Bildung von Fahrgemeinschaften zum Training und
zu Wettkämpfen verzichtet werden. Ebenso ungeeignet ist der Einsatz von Minivans. Zudem
ist auf touristische Sportreisen zu verzichten.


Veranstaltungen und Wettbewerbe unterlassen
Um die Distanzregeln einzuhalten, sollten derzeit keine sozialen Veranstaltungen des Vereins
stattfinden. Dies gilt sowohl für Festivitäten als auch für Versammlungen. Die Bundesregierung
hat es Vereinen kurzfristig gestattet, ihre Mitgliederversammlungen im Bedarfsfall
auch digital durchzuführen. Zudem sind jegliche Zuschauerveranstaltungen in den Vereinen
untersagt. Nicht gestattet sind zunächst auch sportliche Wettbewerbe.
Trainingsgruppen verkleinern
Durch die Bildung von kleineren Gruppen beim Training (bis zu fünf Personen), die im Optimalfall
dann auch stets in der gleichen Zusammensetzung zusammenkommen, wird das
Einhalten der Distanzregeln erleichtert und im Falle einer Ansteckungsgefahr ist nur eine
kleinere Gruppe betroffen bzw. mit Quarantäne-Maßnahmen zu belegen.
Angehörige von Risikogruppen besonders schützen
Für Angehörige von Risikogruppen ist die Teilnahme am Sport ebenfalls von hoher Bedeutung.
Umso wichtiger ist es, das Risiko für diesen Personenkreis bestmöglich zu minimieren.
Individualtraining kann eine Option sein.
Risiken in allen Bereichen minimieren
Dieser Punkt ist insbesondere ein Appell an den gesunden Menschenverstand. Wenn man
bei einer Maßnahme ein ungutes Gefühl hat, sich über die möglichen Risiken nicht im Klaren
ist, sollte darauf verzichtet werden und alternativ eine risikofreie Aktivität gesucht werden.


In der Version vom 28. April 2020

 

 

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